PKV-Beratung:
Sorgfalt vor Tarifwahl

PKV-Beratung ist die fachliche Begleitung beim Eintritt in die private Krankenversicherung. Sie folgt einer klaren Reihenfolge: Bedarfsanalyse vor Tarifvergleich, Tarifvergleich vor Antrag, Antrag erst nach anonymer Risikovoranfrage. Eine seriöse Beratung dauert mehrere Termine, nicht 30 Minuten. Anbieter, die das Gegenteil versprechen, sollten Sie nicht beauftragen.

Wer von einer PKV-Beratung profitiert

Die private Krankenversicherung ist nicht für jeden gemacht und nicht zu jeder Zeit sinnvoll. Sie funktioniert in drei Konstellationen besonders gut, in denen sich eine sachgerechte Beratung lohnt: Selbstständige mit freier Wahl zwischen den Systemen, Beamte mit Beihilfeanspruch, und Angestellte mit einem Jahresarbeitsentgelt oberhalb der Versicherungspflichtgrenze (Stand 2026: 77.400 Euro brutto, geregelt in § 6 Abs. 4 SGB V).

Jede Gruppe hat eigene Mechaniken, eigene Stolpersteine und eigene Optimierungsmöglichkeiten. Ein Arzt mit Praxis denkt anders über Krankentagegeld als ein angestellter Bankvorstand. Ein Lehrer mit 70 Prozent Beihilfe rechnet anders als ein Selbstständiger ohne Arbeitgeberzuschuss. Eine pauschale Empfehlung gibt es nicht.

Spezialisierte Beratung nach Zielgruppe

  • PKV für Selbstständige: freie Wahl ohne Versicherungspflichtgrenze, voller Beitrag allein, Krankentagegeld als Existenzsicherung. Größte Zielgruppe, häufigste Stolperfallen.
  • PKV für Beamte: Beihilfe als zentraler Hebel, Quotentarif statt Vollbeitrag, deutliche Beitragsvorteile für Lebenszeit.
  • PKV für Angestellte: Wechseloption ab 77.400 Euro Jahresgehalt mit Arbeitgeberzuschuss bis 508,59 Euro monatlich für die Krankenversicherung (Stand 2026).

Wie wir arbeiten

Eine seriöse PKV-Beratung folgt einem reproduzierbaren Prozess. Sie beginnt nicht mit einem Tarifvorschlag und endet nicht mit einer Unterschrift. Sie folgt der Reihenfolge, die im Versicherungsvermittlungsrecht und in der Praxis seit Jahrzehnten erprobt ist.

Drei Schritte, in dieser Reihenfolge

  1. Bedarfsanalyse: Einkommen, Lebensplanung, Familiensituation, Gesundheitshistorie, Risikoneigung, Altersstrategie. Ohne diese Basis ist jeder Tarifvergleich Kaffeesatzleserei.
  2. Tarifvergleich auf Bedingungsebene: Nicht nur Beitrag, sondern Bedingungswerke, Leistungspraxis und Beitragshistorien der relevanten Anbieter. Ein günstiger Tarif mit schwacher Leistungspraxis ist kein gutes Geschäft.
  3. Anonyme Risikovoranfrage und Antragsbegleitung: Vor dem formalen Antrag prüfen wir die Annahmekonditionen anonym, ohne dass Ihr Name in Risikodatenbanken landet. Erst danach folgt der Antrag.

Was wir nicht machen

Eine Beratung ohne klare Differenzierung ist keine Beratung, sondern Vermittlung mit anderem Etikett. Wir grenzen uns bewusst gegen drei Praktiken ab, die in der Branche verbreitet sind und nach unserer Auffassung weder Mandanten noch dem Berufsstand nutzen.

Kein Tarif-Drücken nach Provision. Tarife unterscheiden sich nicht nur im Beitrag, sondern in der Provisionshöhe für den Vermittler. Wir empfehlen den Tarif, der zur Lebenslage passt, nicht den, der die höchste Abschlussprovision generiert.

Kein Wechsel um des Wechsels willen. Wer mit einem bestehenden Vertrag in die Beratung kommt, bekommt keine pauschale Wechselempfehlung. Manchmal ist das Beste, was man tun kann, einen funktionierenden Bestandstarif zu behalten und die Selbstbeteiligung anzupassen.

Kein Verkauf unter Zeitdruck. „Letzte Chance"-Argumentationen sind in der PKV unseriös. Eine 30-Jahres-Entscheidung wird nicht in einem Termin gefällt. Wer Sie unter Druck setzt, verkauft, statt zu beraten.

Wer wir sind

Die moovnao GmbH ist ein nach § 34d GewO registrierter Versicherungsmakler mit Sitz in Grasbrunn bei München. Markus Kopka, Gründer und Geschäftsführer, beschäftigt sich seit über 25 Jahren mit der privaten Krankenversicherung. Spezialisierung statt Bauchladen, Beratungsethik statt Verkaufsdruck.

Trust-Anker

  • Registrierungsnummer: D-69BL-DZS5X-66 im Vermittlerregister
  • Aufsicht: Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern
  • Spezialisierung: private Krankenversicherung, Krankenzusatz, Pflegeversicherung, Krankentagegeld
  • Erfahrung: über 25 Jahre Branchenpraxis mit Selbstständigen, Beamten und Angestellten
  • Beratungsmodus: bundesweit digital per Video, vorbereitet schriftlich, dokumentiert nach § 61 VVG

Häufig gestellte Fragen

Sechs Fragen, die jede PKV-Beratung klären sollte, bevor sie startet.

Häufige Fragen zur PKV-Beratung

Die PKV-Beratung über die moovnao GmbH wird nicht über ein Kundenhonorar finanziert, sondern über die Courtage des gewählten Versicherers. Das ist die marktübliche Form der Versicherungsvermittlung nach § 34d GewO. Im Beratungsprozess entstehen für Sie keine Rechnungen.

Eine sachgerechte PKV-Beratung umfasst typischerweise zwei bis drei Termine: Bedarfsanalyse, Tarifvergleich und Antragsbegleitung. Die Gesamtdauer liegt je nach Komplexität bei zwei bis sechs Wochen. Ein 30-Minuten-Termin reicht für die Tarifauswahl bei einer 30-Jahres-Entscheidung nicht aus.

Für drei Gruppen: Selbstständige (freie Wahl ohne Versicherungspflichtgrenze), Beamte (Beihilfe-Anspruch, Quotentarif statt Vollbeitrag) und Angestellte mit einem regelmäßigen Jahresarbeitsentgelt über der Versicherungspflichtgrenze von 77.400 Euro (Stand 2026).

Nein. Eine Bedarfsanalyse und ein Tarifvergleich verpflichten zu nichts. Erst der Antrag begründet ein Vertragsverhältnis mit dem gewählten Versicherer. Bis dahin können Sie jederzeit aussteigen, eine zweite Meinung einholen oder sich gegen die PKV entscheiden.

Ein Online-Vergleichsrechner zeigt Beiträge auf Basis von vier bis sechs Eingabefeldern. Eine fachliche Beratung berücksichtigt Bedingungswerke, Gesundheitshistorie, Familienkonstellation, Berufsspezifika, Altersstrategie und mögliche Tarif-Wechseloptionen. Die PKV ist eine Entscheidung über Jahrzehnte, kein Sofortkauf.

Wir beraten ausschließlich digital, bundesweit per Video. Eine fundierte PKV-Analyse braucht Bedingungswerke, Vergleichssoftware und konzentrierte Zeit, nicht zwei Stunden Anfahrt. Vorbereitung läuft schriftlich vorab, der Termin selbst dient der inhaltlichen Arbeit.

Anfrage stellen

Wenn Sie eine PKV-Beratung erwägen, ist der erste Schritt eine kurze Anfrage über das Kontaktformular mit Ihrer Ausgangslage (Status, Einkommen, Familiensituation). Wir melden uns mit einem Vorschlag für die Bedarfsanalyse, je nach Konstellation per Video oder schriftlich vorbereitet.

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Beratung ist kein Tarifvergleich. Wer den Tarif vor der Bedarfsanalyse zeigt, verkauft, statt zu beraten.

Markus Kopka

PKV-Experte